Home | english | Impressum | KIT
Fakultät für Mathematik

Karlsruher Institut für Technologie
D-76128 Karlsruhe
Tel.: +49 721 608-43800

Verlauf des Studiums in Mathematik

Das Studium der Mathematik setzt sich zusammen aus dem Bachelor in Mathematik und dem darauf aufbauenden Master in Mathematik. Wir beschreiben die beiden Studiengänge nacheinander.



Bachelorstudium Mathematik

Der Bachelorstudiengang Mathematik verfolgt drei wesentliche Ziele: Zuerst -und in besonderem Maß - werden in diesem Studiengang breite mathematische Grundlagen gelegt, die dem Studierenden ein Weiterstudium in jedem Teilgebiet der Mathematik ermöglichen. Als zweites Ziel soll, aufbauend auf den in den ersten beiden Jahren erworbenen Grundlagen, exemplarisch an ein aktuelles Forschungsgebiet der Mathematik herangeführt werden, in dem am Ende des Studiums die Bachelorarbeit geschrieben wird. Drittens wird durch die Verpflichtung, ein Anwendungsfach zu wählen, schon frühzeitig (d.h. ab dem ersten Semester) die Anwendbarkeit von Mathematik vermittelt. Das Anwendungsfach wird von den entsprechenden Fakultäten angeboten.

Der Bachelorstudiengang Mathematik bietet drei unterschiedliche Profile. Neben dem klassischen Profil Mathematik werden die Profile Technomathematik und Wirtschaftsmathematik angeboten.

Interessiert man sich für den weiterführenden Masterstudiengang Mathematik, so empfehlen wir natürlich im Bachelorstudiengang das Profil Mathematik. Aber auch bei der Wahl eines anderen Profils ist ein Masterstudium Mathematik möglich. In der folgenden Beschreibung beschränken wir uns aber auf das Profil Mathematik.

Das Studium wird in Module gegliedert, wobei die meisten Module aus einer Vorlesung (mit oder ohne Übung) oder einem Seminar bestehen. Für die sogenannten Basis- und Grundmodule (siehe unten) werden in der Regel zusätzlich Tutorien angeboten. Gewisse Module sind verpflichtend für jeden Studierenden, andere (die Wahlpflichtmodule) können je nach Vorlieben gewählt werden. Jedes Modul schließt mit einer Leistungskontrolle ab. Der durchschnittliche Arbeitsaufwand wird in Leistungspunkten gemessen. Im Allgemeinen werden Module benotet. Ausnahmen sind z.B. Seminarmodule, die nur bestanden oder nicht bestanden werden können. Die Note geht in die Endnote ein. Die Bachelorarbeit besteht aus einem eigenen Modul mit 12 Leistungspunkten. Insgesamt müssen im Bachelorstudium 180 Leistungspunkte erworben werden, etwa gleichmäßig verteilt auf 6 Semester.

Das 1. Jahr ist weitestgehend festgelegt. Grundlage (d.h. Basis) für alle weiteren Lehrveranstaltungen sind die beiden verpflichtenden Basismodule Lineare Algebra 1+2 und
Analysis 1+2, die jeweils aus zwei Vorlesungen mit den zugehörigen Übungen und Tutorien bestehen und von denen der erste Teil im 1. Semester und der 2. Teil im 2. Semester belegt werden muss. Am Ende des zweiten Semesters werden beide Module mit einer schriftlichen Modulprüfung abgeschlossen. Als Zulassungsvoraussetzung muss bei der Anmeldung zu diesen Prüfungen in jedem der beiden Module ein Übungsschein aus Teil 1 oder Teil 2 vorgelegt werden. Diese Module haben jeweils den Umfang von 18 Leistungspunkten.

Neben diesen Basismodulen wird empfohlen, im 1. Semester einen Programmierkurs im Umfang von 6 Leistungspunkten und im 2. Semester ein Proseminar (3 Leistungspunkte) zu belegen.

Schon am Anfang des Studiums wird ein Anwendungsfach gewählt, wobei aus den Fächern Informatik, Physik, Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau oder Elektrotechnik und Informationstechnik gewählt werden kann. Für das erste Jahr sind hier etwa 8-10 Leistungspunkte vorgesehen, insgesamt über alle 6 Semester des Bachelorstudiums beträgt das Anwendungsfach 23-30 Leistungspunkte.

Insgesamt sollte die Belastung im ersten Jahr den Umfang von 60 Leistungspunkten
(je 30 Leistungspunkte in den ersten beiden Semestern) erreichen.

Die Stundenpläne des 2. und 3. Jahres sind nicht festgelegt, sondern können frei gestaltet werden. Es müssen allerdings das verpflichtende Basismodul Analysis 3 (9 Leistungspunkte) sowie die verpflichtenden Grundmodule Numerische Mathematik 1+2 (12 Leistungspunkte),
Einführung in die Stochastik (6 Leistungspunkte) und eines der Module Wahrscheinlichkeitstheorie oder Markovsche Ketten (6 Leistungspunkte) bestanden werden. Auch diese Module werden in der Regel in Klausuren geprüft. Es sind weiter ein Proseminar (sofern nicht schon im 2. Semester) im Umfang von 3 und ein Seminar im Umfang von 4 Leistungspunkten erfolgreich zu absolvieren.

Zusätzlich müssen im Profil Mathematik 50-57 Leistungspunkte aus den Gebieten Algebra/Geometrie, Analysis, Stochastik oder Angewandte/Numerische Mathematik erworben werden, wobei mindestens je 8 Leistungspunkte aus den Gebieten Algebra/Geometrie sowie Analysis kommen müssen.

Schließlich muss das Anwendungsfach fortgeführt und 6 Leistungspunkte an Schlüsselqualifikationen erworben werden. Darüberhinaus können weitere Zusatzleistungen im Bachelorstudium - wie auch im Masterstudium - ausgewiesen werden, die aber weder in den erforderlichen Leistungspunkten noch in die Note eingerechnet werden.

Es wird ein (freiwilliges) Praktikum empfohlen. Der Aufwand wird mit 8 Leistungspunkten angesetzt, wenn am Ende ein kurzer Bericht abgegeben und eine Kurzpräsentation gehalten wird. Diese Leistungspunkte werden als Zusatzqualifikation gewertet.



Masterstudium Mathematik

Der Masterstudiengang Mathematik knüpft in aller Regel an den Bachelorstudiengang Mathematik an. Zentrale Ziele dieses Studiengangs sind die Kenntnis der Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens in der Mathematik, die Fähigkeit zum Erkennen und Analysieren von Strukturen, die Fähigkeit, sich selbständig in neue Gebiete einzuarbeiten, vertiefte Kenntnisse in selbst gewählten mathematischen Schwerpunkten, die Heranführung an die aktuelle Forschung in einem mathematischen Teilgebiet sowie die Vermittlung praxisrelevanter Techniken zur Lösung komplexer Probleme.

Die Lehrveranstaltungen werden wie im Bachelor in Form von Modulen durchgeführt, und es gelten die dort beschriebenen Regeln. Die Masterarbeit besteht aus einem eigenen Modul mit 30 Leistungspunkte (LP).

Insgesamt müssen im Masterstudium 120 LP erworben werden, etwa gleichmäßig verteilt auf 4 Semester.

Die Freiheiten in diesem Studiengang sind noch größer als die gegen Ende des Bachelorstudiums. Der Studienplan konkretisiert die Rahmenbedingungen unter denen aus dem Angebot der Fakultät ausgewählt werden kann. Außerdem benennt er die regelmäßig stattfindenden einführenden Module. Daneben gibt unregelmäßig angebotene weiterführende Module. Alle Module werden im Modulhandbuch beschrieben. Das Studium im Master Mathematik ist in vier Fächer gegliedert.


Erstes und zweites Mathematisches Fach

Von den vier mathematischen Fächern Algebra und Geometrie, Analysis, Angewandte und Numerische Mathematik sowie Stochastik müssen zwei im Umfang von16 LP bzw. 24 LP als mathematisches Fach 1 bzw. Fach 2 weitergeführt werden. Eines dieser beiden Fächer muss Algebra und Geometrie oder Analysis sein.


Wahlpflichtfach Mathematik

Außerdem müssen in einem Wahlpflichtfach Mathematik Module aus den vier oben genannten mathematischen Fächern im Umfang von 14-22 LP nachgewiesen werden. Diese Module können auch Seminarmodule sein.


Ergänzungsfach

Schließlich gibt es ein Ergänzungsfach im Umfang von 16-24 LP. Dieses Ergänzungsfach kann eines der mathematischen Fächer sein, die nicht schon als mathematisches Fach 1 oder 2 genutzt werden, oder eines der Anwendungsfächer Informatik, Physik, Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau oder Elektrotechnik. Die Module dieser Anwendungsfächer werden von den jeweiligen Fakultäten Informatik, Physik, Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau bzw. Elektrotechnik und Informationstechnik angeboten.

Ergänzungsfach und Wahlpflichtfach müssen zusammen 38 LP ergeben.


Ferner müssen zwei Seminarmodule der Fakultät für Mathematik über je 3 LP abgelegt werden, sowie 6 LP an Schlüsselqualifikationen. Diese können auf verschiedene Arten erbracht werden, etwa durch die Teilnahme an Tutorenschulungen, einen Sprachkurs mit Abschlussprüfung (wie Toefl-Test in Englisch), Projektarbeit in verschiedenen Formen, Programmierveranstaltungen für Fortgeschrittene oder Veranstaltungen am ZAK.

Es wird ein (freiwilliges) Praktikum empfohlen. Der Aufwand wird mit 8 LP angesetzt, wenn am Ende ein kurzer Bericht abgegeben und eine Kurzpräsentation gehalten wird. Diese Leistungspunkte werden als Zusatzqualifikation gewertet.